Wir suchen ihre Gute Fahrt Geschichten.

2017

Der fahrende Botschafter

Was tut ein deutscher Botschafter, der nach seiner Amtszeit in Nepal endlich in Rente geht? Richtig, er schnappt sich seinen getreuen Mitsubishi Pajero Sport von 2005 und fährt kurzerhand 14.000 Kilometer in sechs Wochen nach Hause. Ganz einfach, oder? Der ehemalige Botschafter Matthias Meyer ist schon immer gern und viel gereist. Nach seinem Abschluss an der Universität Hamburg trat er sofort in den Auswärtigen Dienst und wurde erst Konsul in Kairo, danach Generalkonsul in Barcelona. Darauf folgten weitere Amtszeiten in verschiedenen europäischen Städten, ehe es ihn immer weiter gen Osten verschlug. Zuletzt wurde er deutscher Botschafter in Nepal. Immer dabei: sein Mitsubishi Pajero Sport Baujahr 2005. Ein Fahrzeug, das ihn nie im Stich ließ und sich stets pflegeleicht von seiner besten Seite zeigte.

Doch warum die ganzen Strapazen und die teils unsicheren Routen auf sich nehmen? Die Antwort kam prompt: „Wenn man lange im Ausland gelebt hat und immer fliegt, ist so eine längere Reise schon eine Herausforderung. Man muss dazu auch sagen, dass natürlich Zeit eine Rolle spielt. Und wenn man arbeitet, hat man in der Regel nicht so viel Urlaubszeit, dass man so eine Reise machen kann. Als ich dann in den Ruhestand gegangen bin, hatte ich ja genug Zeit. Und dann habe ich mir den Traum erfüllt, den ich immer hatte: mit dem Auto von einer weiteren Station aus nach Hause zu fahren“, so Meyer. Einmal doch das Abenteuer erleben, ehe das gemütliche Rentenzeitalter beginnt. Wer träumt nicht davon?

Aber warum mit einem Mitsubishi und ausgerechnet einem Pajero aus dem Jahre 2005, ohne die moderne Technik von heute? „Ich habe das Auto schon sehr lange Zeit, auch im Ausland, gefahren. Also wusste ich genau, worauf ich mich bei dem Auto einlasse. Das ist ein sehr gutes Auto im Gelände und auch sehr zuverlässig. Der Motor hat nie ein Problem gemacht. Wenn es eins gab, dann lag es an mir aber nicht am Auto“ erzählt er freimütig. Gute Aussichten auf die Reise also.

Gab es Dinge, die er am Mitsubishi Pajero Sport während der Reise mehr wertzuschätzen wusste? „Der Wagen fährt, ohne dass man ständig auf die Wartung achten muss oder irgendwelche Ersatzteile. Er ist ja nun nicht mehr der Jüngste, aber es war im Prinzip absoluter Verlass auf den Wagen – aber nicht immer auf den Diesel-Kraftstoff unterwegs. Zum Beispiel im Iran war es nicht so einfach, Diesel zu kriegen. Aber wenn man ihn bekam, war er sehr billig. Ansonsten habe ich nie ein Problem gehabt. Ich hab morgens immer den üblichen Check gemacht, bevor ich losgefahren bin. Vom Öl angefangen, Wasser und so. Aber es war nichts, worüber man sich große Sorgen machen musste. Es war und ist ein zuverlässiges Auto und ich kann nur jedem empfehlen, mit einem Mitsubishi zu fahren.“

Natürlich gab es auch Situationen, die den fahrenden Botschafter und seinen Begleiter, einen Arzt, vor besondere Herausforderungen stellten. Schon in Nepal begannen die Schwierigkeiten, denn die Straßenverhältnisse waren nicht die besten. Erdrutsche und Regenfälle erschwerten die Fahrt zusätzlich.

In Indien gab es dann die andere Seite mit sehr viel Verkehr und wahnsinnig langen Wartezeiten in Staus. In Pakistan waren Sicherheitsprobleme aufgrund von politischen Konflikten an der Tagesordnung, die bekanntermaßen auch immer mal gewaltsam ausgetragen werden, zum Glück nicht auf der Fahrt von Herrn Meyer. „Als Europäer hat man es nicht immer leicht, man muss auch einen ADAC Schutzbrief vorweisen. Aber da habe ich die Polizei stets informiert, wo ich hinwollte und bin immer begleitet worden. So war das unter Kontrolle. Und die Etappe im Iran war die angenehmste, auch wenn die Strecke nicht den besten Ruf hat. Die Straßen waren sehr gut, die Menschen waren sehr freundlich. Und es gibt sehr viele kulturelle Höhepunkte, für die wir uns auch Zeit gelassen haben“, erzählt der Botschafter. Dies habe ihn so beeindruckt, dass er definitiv nochmal hinmöchte. Die Türkei bot dagegen aufgrund der aktuellen Lage wieder schwierigere Passagen. Auch wenn die Menschen freundlich waren, sind die beiden Reisenden eher geradlinig durchgefahren.

„14.000 Kilometer in sechs Wochen mit einem sehr zuverlässigen Auto. Ich kann wirklich nur das Beste darüber sagen. Das ist mein erster Mitsubishi und ich fahre ihn ja schon seit einiger Zeit und bin immer noch total begeistert. Ich hatte früher mal einen Toyota, aber Mitsubishi ist mir noch lieber.“ Immerhin ist er den Japanern treu geblieben. Normalerweise erwartet man von deutschen Botschaftern, dass sie auch deutsche Autos fahren. Früher fuhr er auch mal einem Geländewagen von Mercedes, aber dieser war zu schwerfällig für die Wüste. „Der Mitsubishi wäre da leichter durchgekommen“, ist sich Herr Meyer sicher.

Doch auch einem so korrekten deutschen Mitbürger passieren Fehler. Er erinnert sich an eine besondere Situation: „Im Iran konnte man nicht immer genau lesen, was für Benzin an der Tankstelle abgegeben wurde. Auf Nachfrage bestätigte man mir, dass „Gasolin“ das richtige sei. Die konnten sich nicht vorstellen, dass es einen Diesel gab, der kein LKW war. Nach dem Tanken merkte ich das aber sehr schnell und hielt sofort an. Was sollte ich tun? Ich war mitten in der Wüste. Aber dann kam jemand und fragte, was ich für ein Problem hätte. Er hat dann sofort einen Abschleppwagen organisiert, der uns in die nächste Garage brachte und das Benzin abpumpte. So konnten wir schon bald weiterfahren. Das blieb ohne Folgen. Dieser hilfsbereite Mensch, der da einfach in der Wüste auftauchte, war faszinierend. Selbstlos ist er dann auch weitergefahren und hat nichts weiter erwartet“ berichtet Meyer beeindruckt.

Nicht auszudenken, wäre der sonst stets zuverlässige Mitsubishi Pajero Sport dort zu Schaden gekommen. Immerhin plant der reisende Botschafter schon seine nächste Tour. „Ehe es enger wird mit den Abgas-Auflagen, habe ich mir vorgenommen, nochmal eine große Tour zu machen. Ich habe vor, erstmal durch Russland zu reisen und dann vielleicht überzusetzen und Amerika noch zu machen. Und dann den Wagen verkaufen, wenn es noch geht oder ihn stehen lassen und nach Hause fliegen. Das könnte ich mir für übernächstes Jahr vorstellen.“

Ob er etwas anders machen würde, als auf seiner langen Nepal-Heimfahrt? „Da es ja sehr lange Strecken sein werden, wird niemand da sein, der mich die ganze Zeit begleitet. Es wird wahrscheinlich Monate dauern. Aber ich habe mir ein System ausgedacht, dass ich Leute unterwegs zusteigen lasse und viele waren schon begeistert und haben sich bereit erklärt, mal drei Wochen mitzufahren. Dann kann man sich bestimmte Sachen ansehen wie Sibirien und den Baikalsee. Das würde ich auch gerne. Auch Zentralasien und die Mongolei. Da würde ich das ganz ähnlich machen.“

Da bekommt man auf jeden Fall Lust, ins Auto zu steigen und loszufahren. Wir freuen uns jedenfalls auf die nächste Tour mit seinem Mitsubishi und hoffen, darüber dann ebenfalls alles zu erfahren.

Verbrauchsangaben, CO2-Emissionen und Effizienzklassen auf einen Blick, nach PKW-Energieverbrauchskennzeichnungsverordnung (Pkw-EnVKV), gemäß NEFZ (Neuer Europäischer Fahrzyklus) Messverfahren ECE R 101 bzw. Messverfahren VO (EG) 715/2007:

Abb. zeigt Electric Vehicle, Gesamtverbrauch Electric Vehicle. Stromverbrauch (kombiniert) 12,5 kWh/100 km; CO2-Emission (kombiniert) 0 g/km; Effizienzklasse A+.

Abb. zeigt Space Star TOP mit Extra-Paket 1.2 MIVEC ClearTec 5-Gang. Kraftstoffverbrauch (l/100 km) innerorts 5,1; außerorts 3,9; kombiniert 4,3. CO2-Emission kombiniert 100 g/km. Effizienzklasse C.

Abb. zeigt Lancer Sportlimousine TOP 1.6 MIVEC ClearTec 5-Gang. Kraftstoffverbrauch (l/100 km) innerorts 7,0; außerorts 4,7; kombiniert 5,5. CO2-Emission kombiniert 128 g/km. Effizienzklasse C.

Abb. zeigt ASX TOP 1.6 DI-D ClearTec 2WD 6-Gang. Kraftstoffverbrauch (l/100 km) innerorts 5,2; außerorts 4,2; kombiniert 4,6. CO2-Emission kombiniert 119 g/km. Effizienzklasse B.

Abb. zeigt Eclipse Cross TOP 1.5 T-MIVEC ClearTec 2WD 6-Gang. Kraftstoffverbrauch (l/100 km) innerorts 8,2; außerorts 5,7; kombiniert 6,6. CO2-Emission kombiniert 151 g/km. Effizienzklasse C.

Abb. zeigt Outlander TOP 2.2 DI-D 4WD Automatik. Kraftstoffverbrauch (l/100 km) innerorts 6,9; außerorts 5,2; kombiniert 5,8. CO2-Emission kombiniert 154 g/km. Effizienzklasse B.

Abb. zeigt Plug-in Hybrid Outlander TOP 2.0 MIVEC 4WD. Gesamtverbrauch Plug-in Hybrid Outlander: Stromverbrauch (kombiniert) 13,4 kWh/100 km; Kraftstoffverbrauch (kombiniert) 1,7 l/100 km; CO2-Emission (kombiniert) 41 g/km; Effizienzklasse A+.

Abb. zeigt Pajero 5-Türer TOP 3.2 DI-D 4WD Automatik. Kraftstoffverbrauch (l/100 km) innerorts 10,5; außerorts 8,6; kombiniert 9,3. CO2-Emission kombiniert 245 g/km. Effizienzklasse D.

Abb. zeigt L200 Doppelkabine TOP 2.4 DI-D+ 4WD 6-Gang Kraftstoffverbrauch (l/100 km) innerorts 8,2; außerorts 6,1; kombiniert 6,9. CO2-Emission kombiniert 180 g/km. Effizienzklasse C.