2012

Im Evo quer über den Polarkreis

Ich schätze ich habe mich auf die Finnland-Reise so vorbereitet, wie jeder Mensch, der seit 20 Jahren in keinem Flugzeug mehr saß und noch nie am Polarkreis war. War ich bis zum Morgen noch ziemlich cool drauf, stieg meine innere Anspannung dann doch, als der Check-in erledigt war. Ich hatte für alle 4 Flüge einen Fensterplatz gebucht. Berlin von oben ist bei einem so holprigen Start nichts für einen schwachen Magen.

2 Stunden später – Helsinki…Hier waren es schon minus 12 Grad und es lag viel Schnee. Kurzer Aufenthalt. Beim Weiterflug nach Rovaniemi gabs die nächste Überraschung. Gefühlt die halbe Maschine voller Japaner. Die erkennst du sofort an dem Mundschutz, den sie dauernd tragen. Das Ganze sah aus wie ein fliegendes Meeting von 120 OP-Schwestern und Hobby-Ärzten. Neben mir saß auch einer. Da es ab der Hälfte des Fluges draußen schon dunkel war, kamen wir bald ins Gespräch. Ich kann euch sagen, Englisch mit japanischem Akzent ist der Hammer. Das ist wie Autofahren mit eckigen Rädern.

In Rovaniemi gelandet, ging es sofort zum Hotel „Santa Clause“ im Zentrum der lappländischen Hauptstadt. Überhaupt lebt der Ort von seinem touristischen Selbstzweck als „Heimat des Weihnachtsmannes“. Keine Straßenecke, an der einem der rote Dicke nicht begegnet. Am nächsten Morgen starteten wir zu unserem ersten Trainingstag. Wir fuhren etwa eine Stunde mit dem Bus noch etwas weiter, deutlich hinter den Polarkreis. Die Einweisung dauerte gerade mal 45 Minuten. So konnte, am Rallyezentrum angekommen, auch sofort losgelegt werden. Das Auto – der Lancer Evolution X – wurde nur kurz vorgestellt. Wie sagte der Uwe Nittel so schön: „Dasch Auto brauche isch eusch ned vorstelle…. desch macht desch Auto von ganz allahn. Nach dehne Training, verspresch isch eusch, seid ihr zu 99% davon infiziert!“

Also rein in die Autos. Gleich auf den ersten Schneekurs. Ich hatte derart viel Respekt vor dem Auto…bei den anderen flogen nur so die Schneefontänen. Wahnsinn, wie die ihre Evos durch die Strecken prügelten! Bereits am Nachmittag sollten wir auf blankem Eis fahren. Das Fahrverhalten war noch viel direkter und machte noch mehr Spaß. Die Eisdicke betrug nur 55 cm. In Relation zu 11-15 Fahrzeugen mit jeweils mindestens 1,5 Tonnen Gewicht ist das gar nicht mehr so witzig. Aber das musste man verdrängen. Hier gings um den Spaß. Also Kopf freimachen und das Fahren mit allen Sinnen genießen. 2 Tage machten wir nix anderes mehr. Am Abend des 3. Trainingstages sollte eine richtige Rallye unter uns ausgefahren werden. Ein 9-Kilometer-Kurs übers Eis.

Allein das Feeling im Dunkeln zu fahren, war etwas ganz Anderes. Ich bin von 19 Teilnehmern 12ter geworden. Mit der Teilnahme an dieser Rallye, auch wenn sie nur improvisiert war, erfüllte sich ein Traum.

Doch damit nicht genug: Jetzt standen „Taxi-Fahrten“ beim Rallye-Ass an. Auf einem etwa 5 Kilometer langen Kurs wurden wir nun Beifahrer von Uwe Nittel. Ich bin schon bei einigen Rallyefahrern mitgefahren, aber was der Uwe auf diesen knapp 5 Kilometern gezeigt hat, war der Hammer. Wir sind da mit 140-160 Sachen durch den verschneiten Wald gebrettert. Enge verschneite Kurven, Sprungkuppen, Eiskanäle...Nach knapp 2 Minuten war alles vorbei. In mir schrie alles: „Nochmal!!!“

Es war Uwes Art, uns deutlich zu machen, dass wir noch lange keine Rallyehelden sind. Ich empfand es als eine sehr sympathische Weise zu sagen: „Jungs, gansch logger! – eigetlüsch könnet ihr dahanne noch gar nüscht, also übertreibets ned!“ Wenn man das auf eine möglichst wirksame und ebenso wenig verletzende Art machen will, dann hat der Uwe eine optimale Lösung gefunden. Der letzte Tag brachte keine Fahrten auf dem Evo mehr, dafür aber eine Snowmobil-Safari. Auch das Fahren eines Schneemobils, eine Art Ketten-Motorrad, war für mich eine Premiere. Und ich muss sagen, auf den ersten Metern habe ich es gehasst! Ich hatte ständig Schiss, mit dem Teil umzukippen. Bald stellte ich jedoch fest, dass sich das Fahrgefühl mit höherer Geschwindigkeit verbesserte. Die anfänglichen Unsicherheiten meinerseits wichen bald einem sich sehr schnell Bahn brechenden Fahrspaß. Wir waren knappe zwei Stunden unterwegs und auch das war ein Erlebnis, das ich nicht missen möchte. Safari ist zwar etwas viel gesagt, weil wilde Tiere siehst du nicht viele, wenn du mit diesen Krachmachern durch die Wälder heizt, aber Spaß hats trotzdem ohne Ende gemacht! Leider war das der letzte Tag im finnischen Norden.

Als ich wieder zu Hause ankam, empfingen mich mein Dackel mit wedelndem Schwanz und mein Galant mit wedelnder Dachantenne! Etwas wehmütig lag ich abends im Bett und sah mir die Webseite vom Hotel in Rovaniemi an. Da wurde mir klar: Ich war ganz sicher nicht das letzte Mal in Finnland. Ich bin von diesem Land fasziniert. Diese endlosen Weiten, 40, 50, 60 Kilometer keine Ortschaften, einzelne Gehöfte mal hier oder dort im Wald, aber ansonsten eine herrliche Landschaft von roher Schönheit. Einfach atemberaubend!

Verbrauchsangaben, CO2-Emissionen und Effizienzklassen auf einen Blick, nach PKW-Energieverbrauchskennzeichnungsverordnung (Pkw-EnVKV), gemäß NEFZ (Neuer Europäischer Fahrzyklus) Messverfahren ECE R 101 bzw. Messverfahren VO (EG) 715/2007:

Abb. zeigt Space Star TOP mit Extra-Paket 1.2 Benziner 59 kW (80 PS) 5-Gang. Kraftstoffverbrauch (l/100 km) innerorts 5,1; außerorts 3,9; kombiniert 4,3. CO2-Emission kombiniert 100 g/km. Effizienzklasse C.

Abb. zeigt ASX TOP 1.6 Benziner 86 kW (117 PS) 5-Gang. Kraftstoffverbrauch (l/100 km) innerorts 7,0; außerorts 5,0; kombiniert 5,7. CO2-Emission kombiniert 132 g/km. Effizienzklasse C.

Abb. zeigt Eclipse Cross TOP mit Panoramadach und Navigationssystem 1.5 Turbo-Benziner 120 kW (163 PS) CVT 4WD. Kraftstoffverbrauch (l/100 km) innerorts 8,2; außerorts 6,2; kombiniert 7,0. CO2-Emission kombiniert 159 g/km. Effizienzklasse C.

Abb. zeigt Outlander TOP 2.2 Diesel 110 kW (150 PS) Automatik 4WD. Kraftstoffverbrauch (l/100 km) innerorts 6,9; außerorts 5,2; kombiniert 5,8. CO2-Emission kombiniert 154 g/km. Effizienzklasse B.

Abb. zeigt Plug-in Hybrid Outlander TOP 2.0 Benziner 89 kW (121 PS) 4WD. Gesamtverbrauch : Kraftstoffverbrauch (l/100 km) kombiniert 1,7. Stromverbrauch (kWh/100 km) kombiniert 13,4. CO2-Emission kombiniert 41 g/km. Effizienzklasse A+.

Abb. zeigt Pajero 5-Türer TOP 3.2 Diesel 140 kW (190 PS) Automatik 4WD. Kraftstoffverbrauch (l/100 km) innerorts 10,5; außerorts 8,6; kombiniert 9,3. CO2-Emission kombiniert 245 g/km. Effizienzklasse D.

Abb. zeigt L200 Club Cab PLUS 2.4 Diesel 133 kW (181 PS) 6-Gang 4WD. Kraftstoffverbrauch (l/100 km) innerorts 8,2; außerorts 6,1; kombiniert 6,9. CO2-Emission kombiniert 180 g/km. Effizienzklasse C.

Abb. zeigt L200 Doppelkabine TOP 2.4 Diesel 133 kW (181 PS) 6-Gang 4WD. Kraftstoffverbrauch (l/100 km) innerorts 8,2; außerorts 6,1; kombiniert 6,9. CO2-Emission kombiniert 180 g/km. Effizienzklasse C.